Hyaluronsäure

Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure


Die Behandlung mit Hyaluronsäure lässt sich der Einfachheit halber folgendermaßen von der bekannteren Methode der Botoxunterspritzung unterscheiden: Statt die Entwicklung der Falten künstlich zu stoppen, regt die Behandlung mit Hyaluronsäure natürliche, körpereigene Mechanismen an, die die Hautstruktur festigen.
Hyaluronsäure ist ein wichtiger Baustein des Zellgewebes und gilt gemeinhin als hochgradig geeignet für die Auffüllung eingesunkener Partien der Haut. Der Wirkstoff ist hierbei ein mikrobakteriell produziertes, nicht-tierisches Füllmaterial, das der Körper als körpereigen aufnimmt und der Haut so mehr Spannkraft und Volumen verschafft. Besonders Falten in den Mundwinkeln oder solche, die wegen der zurückgehenden Festigkeit von Bindegewebe und Haut entstanden sind, lassen sich durch Hyaluronsäure behandeln. Für mimische Falten wie die für Botox prädestinierten Zornes- oder Denkerfalten ist die Hyaluronsäure hingegen weniger gut geeignet. Lesen Sie dazu unseren Artikel über Botox!

Bei der Behandlung mit Hyaluronsäure wird der Wirkstoff durch einen Arzt mit extrem feinen Nadeln in die oberen Schichten der Haut eingespritzt. Die Hyaluronsäure lagert sich in den Räumen zwischen den Hautzellen an, verbessert dort die Zufuhr von Nährstoffen und Flüssigkeit und bindet eine große Menge an Feuchtigkeit. Dadurch wird die Haut „gepolstert“ und bei der Bildung neuen Kollagens und Elastins unterstützt.
Die Injektion wird ambulant vorgenommen und oftmals mit einer leichten lokalen Anästhesierung erleichtert. Nach der Behandlung wird die betroffene Hautpartie gekühlt, um Schmerzen weitestgehend zu vermeiden. Das Resultat der Faltenunterspritzung ist im Gegensatz zur Behandlung mit Botox sofort sichtbar. Die Wirkung hält, ähnlich wie bei Botox, für etwa ein halbes Jahr an, dann wird die Hyaluronsäure rückstandsfrei durch körpereigene Prozesse abgebaut.

Die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure gilt als besonders risikoarm. Schwellungen und Rötungen sind zwar in den ersten Tagen nach der Behandlung vereinzelt möglich, verhalten sich allerdings vollkommen harmlos und verschwinden ohne Fremdeinwirkung in kurzer Zeit wieder.
Um Risiken und Nebenwirkungen allerdings in letztmöglicher Konsequenz auszuschließen, ist es ratsam, die Behandlung vorher mit dem Arzt abzusprechen und diesen über eventuell vorliegende Erkrankungen oder Allergien bzw. Unverträglichkeiten zu informieren. Das Gleiche gilt für Fälle der Schwangerschaft.