Ausschlag

Ausschlag

Ausschlag kann in verschiedenen Formen und an allen denkbaren Stellen des Körpers daherkommen: als einzelne rote Punkte oder als gerötete Flächen. In der Fachsprache bezeichnet man das als Exanthem.

Oftmals fühlt sich die Hautstelle warm an – aber auch Juckreiz oder ziehender Schmerz ist möglich. Bei besonders drastischen Fällen kann es sogar zum Eitern und damit zur weiteren Entzündung der betroffenen Hautstelle kommen.



In den meisten Fällen tritt Ausschlag als Immunreaktion des Körpers auf und kann so ein erstes Indiz für eine Allergie liefern. Bei Allergietests wird genau das überprüft: Der zu testende Stoff wird in geringer Konzentration auf der Haut aufgebracht, wenn sich ein Ausschlag bildet, gilt eine Allergie als bestätigt. Ein solcher allergischer Ausschlag kann einen leichten Juckreiz mit sich bringen, ist aber in den meisten Fällen ganz und gar harmlos.

Ähnlich präsentiert sich auch ein Ausschlag aufgrund einer Arzneimittelunverträglichkeit. Vor Einnahme eines bisher unbekannten Medikaments sollte also immer der Beipackzettel auf die Frage hin untersucht werden, ob Ausschlag eine Nebenwirkung sein kann. Viele Erkrankungen, die im Kindesalter auftreten, verursachen einen charakteristischen Ausschlag; dazu zählen zum Beispiel Windpocken, Masern, Röteln, Scharlach oder das Drei-Tage-Fieber.

Auch bei Unverträglichkeit eines Pflegeproduktes kann Ausschlag auftreten – entweder als allergene Reaktion oder als eine Abwehrreaktion der gereizten und empfindlichen Haut.



Die ärztliche Diagnose eines Ausschlags sollte möglichst schnell vorgenommen werden, um eine zügige Behandlung zu garantieren. Dazu wird der behandelnde Arzt die Hautstelle erfragen, an der der Ausschlag zuerst aufgetreten ist und sich nach Vorerkrankungen oder Fieber-, Husten- und Übelkeitserscheinungen erkundigen.

Um die Haut genauer zu untersuchen, können hierbei Allergietests, Blutuntersuchungen oder Biopsien eingesetzt werden. In den meisten Fällen treten virale Infektionen zuerst am Kopf auf und verbreiten sich dann großflächig.

Wenn ein Ausschlag vorliegt, ist es unbedingt ratsam, ärztlichen Beistand heranzuziehen. Bei manchen Arten des Ausschlags liegt diesem eine Erkrankung wie beispielsweise Syphilis oder Scharlach zugrunde und statt des Ausschlags selbst wird in diesen Fällen vordergründig die zugrundelegende Krankheit behandelt. Eine symptomatische Behandlung des Ausschlags bei besonders starken Schmerzen ist allerdings auch möglich.

Liegt dem Ausschlag keine gefährliche Krankheit zugrunde, so wird er meist selbst behandelt. Im Fall von Windpocken geschieht dies beispielsweise mittels einer juckreizlindernden Lotion, die auf den betroffenen Stellen aufgetragen wird, um den Juckreiz zu lindern und somit unwillkürlich entstehenden Narben durch Kratzen vorzubeugen.

Um Ausschlag vorzubeugen, gilt es für Allergiker, den Kontakt mit für sie potentiell gefährlichen Stoffen zu meiden. Wenn eine allgemeine Unverträglichkeit handelsüblicher Pflegeprodukte besteht, so können Alternativen aus der Apotheke Besserung verschaffen.



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