Hautrötungen

Hautrötungen

Überblick

Der Oberbegriff Hautrötungen umfasst, wie der Name bereits vermuten lässt, alle roten Verfärbungen der Haut (über braune Verfärbungen informiert Sie dieser Artikel). Diese Hautrötungen können in kleiner und punktueller Form auftreten, aber auch einen größeren Umfang annehmen. Mit der farblichen Veränderung gehen oftmals auch Schmerzen, ein Hitzegefühl oder Juckreiz einher. In manchen Fällen kann eine Hautrötung auch symptomatisch für eine Erkrankung der Haut sein.



Hautrötungen entstehen gewöhnlich dadurch, dass der Körper infektiös auf Krankheitserreger reagiert – manchmal deutet die Rötung auf den Ort der Infektion hin, manchmal liegen der Entzündungsherd und die Stelle der Rötung auch weit voneinander entfernt.

Schon bei geringfügigen Verletzungen ist es möglich, dass sich Hautrötungen um die Wunde herum bilden. Bei diesen Hautrötungen handelt es sich allerdings nicht um bakterielle Einflüsse, sondern um eine Reaktion des körpereigenen Immunsystems, die das Eindringen von Bakterien, Pilzen oder Viren verhindern soll.

Andere Formen der Hautrötung sind natürliche Prozesse des Körpers, die mit Erkrankungen nichts zu tun haben: zum Beispiel durch Anstrengung, Stress oder erhöhte Temperaturen bewirkte Durchblutungsunterschiede.

Auch kosmetische Einwirkung kann Hautrötungen zur Folge haben – zum Beispiel Masken, Peelings oder Massagen. Diese Ursachen führen in den meisten Fällen nicht zu Erkrankungen und geben daher keinen Anlass zur Sorge.

Entstehen die Rötungen durch allergene Reaktionen oder beispielsweise durch Gifteinflüsse, Sonnenbrand oder Blutgefäßschädigungen, so sind diese Ursachen eher als krankhaft zu klassifizieren.



Die Liste der Erkrankungen, die Hautrötungen mit sich ziehen können, ist lang und eine umfangreiche Erläuterung zu jeder einzelnen Form daher kaum praktikabel. Im Folgenden soll daher nur eine unkommentierte Auflistung einen Überblick über die möglichen Rötungsursachen bieten.

  • Sonnenbrand
  • Hämorrhoiden
  • Neurodermitis
  • Wundrose
  • Gicht
  • Schuppenflechte
  • Lebensmittelallergie
  • Hitzschlag
  • Milzbrand
  • Arthritis
  • Brustentzündung
  • Tierhaarallergie
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Ekzem
  • Nesselsucht
  • Sonnenallergie
  • Venenentzündung
  • Altersflecken
  • Hausstauballergie
  • Fleckfieber
  • Insektengiftallergie



Entstehen Hautrötungen über natürliche Prozesse, zum Beispiel aufgrund kleiner Verletzungen, so ist eine Vorbeugung nicht notwendig: Sie fungieren in diesem Fall als ganz normale Schutzmaßnahme des Immunsystems vor gravierenden Infektionen.

Gegen Insektenstiche wirken Abwehrsprays auf der Haut; im Falle offener Wunden ist eine Tetanusimpfung von Vorteil und die Wunden sollten stets gründlich desinfiziert und gesäubert werden. So lassen sich Hautrötungen und einhergehende Entzündungen mit geringem Aufwand verhindern.

Durch Mücken- oder andere Insektenstiche bewirkte Hautrötungen können zwar symptomatisch nicht behandelt werden, der oftmals nebenbei zu bemerkende Juckreiz lässt sich allerdings mit bestimmten Salben oder beispielsweise Lavendelöl lindern.

Sofern Hautrötungen durch Allergien verursacht werden, so sollte der Kontakt mit dem allergenen Stoff nach Möglichkeit gemieden werden – so können die Rötungen verhindert werden. Wer ein schwaches Immunsystem besitzt, ist unter gewissen Voraussetzungen besonders anfällig für Hautrötungen und sollte daher besondere Vorsicht walten lassen – zum Beispiel indem er darauf achtet, Verletzungen der Haut zu vermeiden.

Sind die Hautrötungen allerdings als nicht-natürlich zu charakterisieren, so sollten sie ursächlich therapiert werden. Im Zusammenhang mit einer Lebensmittelunverträglichkeit heißt das beispielsweise, dass die Nahrungsmittel im Ernährungsplan vermieden werden sollten, die für die Rötungen der Haut zuständig sind.

Andere mögliche Fälle sind eine Wundrose oder Autoimmunkrankheiten, die entweder mittels einer Direktbehandlung der Haut durch schwellungs- und entzündungslindernde Cremes oder durch den Einsatz erkrankungsspezifischer Medikation therapiert werden können.

Als Grundsatz lässt sich formulieren: Sobald Hautrötungen zu Schmerzen führen oder sich entzünden, ist das Konsultieren eines Arztes ratsam, da diese Symptome auf eine gravierendere Entzündung oder allergene Reaktion zurückzuführen sind. In den meisten anderen Fällen ist eine Behandlung nicht notwendig und die Hautrötungen verschwinden mit der Zeit von selbst.



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