Verfärbungen

Verfärbungen

Überblick

Verfärbungen der Haut können ganz natürliche Ursachen haben und wie Sommersprossen, Leberflecken oder Muttermale ungefährlich sein. Es gibt allerdings auch Varianten, die tatsächlich gefährlich werden können und auf Erkrankungen der Haut zurückzuführen sind. Über die unterschiedlichen Formen von Verfärbungen und darüber, wann ein Gang zum Arzt ratsam erscheint, informiert der folgende Artikel.



In diesem Text beziehen sich die Beschreibungen in erster Linie auf braune Verfärbungen der Haut. Über Rötungen berichtet ein weiterer Text auf dieser Seite. Braune Verfärbungen oder Flecken können sich an unterschiedlichen Stellen des Körpers bilden: an Armen, Beinen, Händen, im Gesicht oder Dekolleté – aber auch an Stellen, die nicht immer gut ersichtlich sind, zum Beispiel am Rücken, auf der Kopfhaut oder an den Ohren.

Auch als Pigmentflecken bezeichnet, werden diese Farbfehler in erster Linie durch eine Überproduktion des Farbstoffs Melanin verursacht. Wenn an einer Stelle zu viel des Stoffs produziert wird, entstehen braune Flecken. Ein bekanntes Beispiel für die Förderung der Melaninproduktion ist beispielsweise das Sonnenlicht. Auch innere Faktoren spielen allerdings eine Rolle: das Lebensalter, der Stoffwechsel, Hormone oder der Einsatz bestimmter Medikamente. Auch Erkrankungen der Haut, zum Beispiel Neurodermitis, können unter Umständen braune Flecken zurücklassen, nachdem sie abgeheilt sind.

Die Kontrolle durch einen Arzt ist wichtig: Hinter braunen Verfärbungen der Haut kann sich in manchen Fällen auch Hautkrebs verbergen. Der Hausarzt sollte konsultiert werden, sobald sich die Verfärbungen sich in Form, Farbe oder Umfang verändern; wenn die Hautoberfläche Schuppen bildet oder sich entzündet; oder, wenn Schmerzen oder Juckreiz auftreten.



Im Folgenden sollen die unterschiedlichen Erscheinungsformen braun verfärbter Hautpartien umrissen und in Hinblick auf ihre Behandlungsrelevanz abgegrenzt werden.

  • Leberflecken treten in fast allen Bereichen der Haut auf und sind in den meisten Fällen harmlos. Eine Kontrolle durch den Hausarzt ist aber besonders bei der Entwicklung erhabener Male aus vormals flachen Flecken ratsam, da ein erhöhtes Hautkrebsrisiko vorliegt.
  • Altersflecken bergen ebenfalls ein Hautkrebsrisiko, ähneln in Größe und Form den Leberflecken und befinden sich meist an Unterarmen und Unterschenkeln sowie im Gesicht, auf Handrücken und im Halsausschnitt. Ausgelöst werden diese Flecken durch Veränderungen der Haut mit steigendem Lebensalter; auch Sonneneinfluss führt jedoch zur Bildung von Altersflecken.
  • Sommersprossen sind, wie der Name bereits vermuten lässt, auf die direkte Sonneneinstrahlung zurückzuführen und treten meist bei hellhäutigen Personen mit hellem oder rotem Haar auf. In weniger sonnigen Monaten verblassen Sommersprossen oder verschwinden gar komplett. Eine Kontrolle durch den Hausarzt ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig.
  • Muttermale entscheiden sich optisch von Leberflecken durch ihre meist zu konstatierende Wölbung, können aber auch als Farbflächen oder „-nester“ auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich um gutartige Verfärbungen, die sich allerdings bösartig verändern können: Mehr Muttermale erhöhen auch das Risiko auf Hautkrebs signifikant. Eine regelmäßige Kontrolle durch den Hausarzt ist daher anzuraten.
  • Melanom: Das Melanom, Indikator für Hautkrebs, ist besonders bei Menschen mit heller Haut festzustellen, die bereits Leberflecke oder Muttermale besitzen. Die Zellen wirken hierbei höchst destruktiv und unkontrollierbar. Das Risiko auf ein Melanom steigt für Patienten besonders an, die sich viel UV-Strahlung ausgesetzt sahen, gerade in der Kindheit von Sonnebränden betroffen waren oder deren Immunsystem geschwächt ist.
  • Medikamentös bedingte Verfärbungen entstehen bisweilen bei örtlich aufgetragenen Mitteln zur Aknebekämpfung an Armen, im Halsausschnitt oder im Gesicht. Die Flecken können vorübergehend, in manchen Fällen aber auch dauerhaft bleiben.



Ob braune Flecken auf der Haut überhaupt behandelt werden müssen oder nicht, lässt sich nicht kategorisch sagen und sollte daher durch den Hausarzt festgestellt werden. Bei Patienten mit besonders vielen, großen oder typologisch anomalen Verfärbungen ist ein halb- bis vierteljährlicher Kontrollbesuch ratsam.

Präventive Untersuchungen sind in besonderem Maße auch Patienten zu empfehlen, in deren Familie bereits Hautkrebserkrankungen vorlagen. Bei Verdacht verweist der Hausarzt Sie an einen Dermatologen, also einen Fachmann für Hauterkrankungen. Für den Hautarzt ist es wichtig, Kenntnis über eventuell eingenommene Medikamente oder vorliegende innere Krankheiten zu erlangen. Mittels einer gründlichen Untersuchung aller Flecken am Körper vermag ein Dermatologe in den meisten Fällen schnell festzustellen, ob es sich um gut- oder bösartige Verfärbungen handelt und ob eine Therapie notwendig wird.

Ist dies der Fall, so treten die Verfärbungen in erster Linie symptomatisch auf und die Behandlung richtet sich mehr gegen die Grundkrankheit. Sind die Färbungen allerdings eher ein ästhetisches Ärgernis, so gibt es zur Abschwächung oder Entfernung unterschiedliche Möglichkeiten.

Bleichende Cremes oder Lösungen können hilfreich wirken, das Überschminken mit Abdeckstiften ist ebenfalls möglich. Bei besonders auffälligen und störenden Verfärbungen ist es möglich, diese durch einen Dermatologen unter Verwendung eines spezellen Laserverfahrens entfernen zu lassen.

Vorbeugung ist in jedem Fall ein wichtiger Punkt: Wer von braunen Verfärbungen der Haut betroffen ist, sollte sich jederzeit vor starker UV-Strahlung schützen, also Sonnenschutz verwenden und diese Sorgfalt auch bei eventuellen Kindern walten zu lassen: Übermäßige Sonneneinstrahlung im Kindesalter hat oftmals besonders gravierende Auswirkungen auf die dermatologische Entwicklung eines Menschen.



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